Langfristige Lebensqualität

Da Kinder und Jugendliche mit den gleichen Medikamenten behandelt werden, wie erwachsene Patienten, braucht es klinische Studien, die bekannte Therapiepläne mit neuen, vielversprechenden Ansätzen ergänzt. Da Kinder an anderen Krebserkrankungen leiden als Erwachsene und da sie auf Medikamente anders reagieren, benötigen sie Therapien, die speziell auf sie zugeschnitten sind.

Damit krebsbetroffene Kinder und Jugendliche nach erfolgreicher Therapie auch längerfristig eine gute Lebensqualität haben, ist die Reduktion der Spätfolgen ein wichtiges Thema in der Optimierung der Behandlungsmöglichkeiten: Da Kinder noch wachsen und sich entwickeln, reagieren sie besonders empfindlich auf aggressive Therapien. Aus diesem Grund leiden manche ehemalige Kinderkrebspatienten stark unter Spätschäden der Krebsbehandlung. Beispiele sind Amputationen, Wachstumsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen im Hormonhaushalt, Unfruchtbarkeit, Kognitive Einschränkungen (v. a. bei Hirntumoren) oder ein erhöhtes Risiko für eine zweite Krebskrankheit. Dabei treten gravierende Spätfolgen oft erst Jahrzehnte nach der Genesung auf. Um sie früh zu erkennen, sollten ehemalige Kinderkrebspatienten regelmässig untersucht werden. Aus diesem Grund ist bei Kindern die Nachsorge ein sehr wichtiges Thema. In diesem Bereich der Nachsorge und der Nachkontrolle sowie bei der Überführung von Kinderkrebspatienten in die Erwachsenenmedizin («Transition») besteht in der Schweiz Nachholbedarf.

Nach Ende der Behandlung sehen die meisten Therapieprotokolle eine Reihe von standardisierten Nachuntersuchungen vor. Allerdings sind die Nachuntersuchungen, die mehr als fünf Jahre nach Therapieende durchgeführt werden und auch die Langzeitfolgen untersuchen, noch nicht einheitlich geregelt.

 

(Quelle: www.kinderkrebs-schweiz.ch, Dachverein)

 

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