23.12.2013

Ihr grösster Wunsch: Leben


Auszug aus dem Sonntagsblick vom 22. Dezember 2013:
Es gibt Geschichten, die sind so traurig, dass man sie nicht hören will. Wir erzählen sie trotzdem. Denn der Kampf dieser Kinder wird Sie beeindrucken. Er steht exemplarisch für viele Tausend andere Kinder in der Schweiz, die ein ähnliches Schicksal tragen.

Lesen Sie diese berührende Geschichten. Serena (9) aus Liestal, an Krebs erkrankt, erhält wie viele andere krebskranke Kinder aus der Region Unterstützung von unserer Stiftung. Unterstützen Sie die betroffenen Familien mit einer Spende. Herzlichen Dank.

Serena (9) aus Liestal, an Krebs erkrankt

Mit fünf Jahren modelte Serena zum ersten Mal. Für Ferrari. Posierte für den Fotografen vor den schicken Renn­wagen, zusammen mit einem Model aus Russland. Wie stolz waren Papa und Mama auf ihre Kleine mit den lachenden Augen und den langen braunen Haaren. Es war das letzte Mal, dass sie modelte.

«Du hast Krebs», sagte der Papa ein Jahr später zu ihr – mit Tränen in den Augen. Und Serena bekam Angst. Erst wenige Monate zuvor war ihr Grossvater an Lungenkrebs gestorben. «Muss ich sterben?», fragte sie. «Man kann daran sterben», sagte Papa weiter. «Aber wir kämpfen, Serena. Wir kämpfen!» Was danach folgte, war wie ein böser Traum. Spital. Chemotherapie. Die Haare fielen ihr aus. Immer wieder Spritzen, direkt in die Knochen. Ein Jahr lang.

Dann die ­Erlösung. «Die Krebszellen sind weg», sagte der Arzt zu Serena. Und Serena lachte. Wiederholte die Klasse. Ging zum Kampfsport. Die Haare wuchsen nach. Neun Monate lang war sie glücklich. Bis es ihr wieder schlechter ging. «Die Leukämie ist zurück­gekehrt», teilte ihr der gleiche Arzt mit. Sie konnte es kaum glauben. Alles ging von vorne los. Nur diesmal, sagte sie sich, sollte der Krebs ihre Haare nicht bekommen. Sie würde ihm zuvorkommen. Nahm eine Schere und schnitt sich die Haare selber ab. Da war sie acht.

Zurück im Spital. Die Dosis wird verdoppelt. Zwölf Stunden Chemo­therapie am Tag, statt wie bislang sechs. Das ­schädigt die Organe. Die Leber wächst auf das Doppelte an. Alles dreht sich, sie kann kaum gehen. Doch Serena bleibt tapfer. Erlässt ein Verbot an alle, die sie besuchen: Nicht weinen! Sie möchte ­lachende Gesichter um sich sehen.

Die Tage im Spital sind lang. Serena bekommt ein Handy. Von nun an schreibt sie jeden Tag SMS an die anderen Kinder auf der Station, die Krebs haben. Drei davon sind mittlerweile ­gesund. Nur das Mädchen im Nach­barzimmer nicht. Es wolle nicht mehr leben, die Schmerzen seien zu gross, hört ­Serena das Mädchen rufen. Sie behält es für sich. Erzählt nur der Psychologin davon, die sie oft besucht. Sie hilft ­Serena. Tröstet und begleitet sie.

Finanziert wird die Psychologin von der Stiftung für krebskranke Kinder, ­Regio Basiliensis, die Serenas Familie unterstützt. Eine Haushaltshilfe, Spitex, die Reha-­Klinik im Anschluss – das alles bezahlt die Stiftung. Damit Mama und Papa jeden Tag 24 Stunden im Spital verbringen können. Das bringt alle an ihre Grenzen. «Ich habe kein Leben mehr», hatte Mama einmal gesagt. «Keinen Job, keine Beziehung, keine Hobbys.» Sie kämpfe jeden Tag ums Überleben von Serena. Für mehr reiche ihre Kraft nicht mehr.

Demnächst soll Serena eine Blutstammzellspende erhalten. Nur der richtige Spender, der muss erst ge­funden werden. Alle hoffen auf ein Wunder. Vielleicht zu Weihnachten? Jeder könnte helfen. Mit relativ kleinem Aufwand. Informationen unter www.bin-ich-dein-typ.ch. Als Geschenk an ein tapferes Kind.

Hier geht es zum Sonntagsblick-Artikel vom 22. Dezember 2013.




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Catia Gehrig
Leiterin Geschäftsstelle
catia.gehrig@stiftung-kinderkrebs.ch
Tel: 061 683 51 55

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