Osteosarkom Forschung – Krebszellen gezielt schwächen
Wenn bestehende Therapien nicht ausreichen
Trotz grosser Fortschritte in der Kinderonkologie bleiben die Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Osteosarkom begrenzt, wenn die Standardtherapie nicht ausreichend wirkt. Das Osteosarkom ist einer der häufigsten bösartigen Knochentumoren im Kindes- und Jugendalter. Die Behandlung besteht meist aus Operation und Chemotherapie. Viele Patient:innen profitieren davon, doch bei einem Teil der Kinder spricht der Tumor nur ungenügend auf die Chemotherapie an oder kehrt nach der Behandlung zurück. In solchen Situationen braucht es neue Forschungsansätze.
Krebszellen empfindlicher machen
Dieses Forschungsprojekt untersucht, ob Osteosarkomzellen gezielt empfindlicher auf bereits bestehende Chemotherapien gemacht werden können. Im Mittelpunkt steht dabei ein Molekül mit dem Namen BUB1. BUB1 spielt eine Rolle bei der Kontrolle der Zellteilung und kann Krebszellen helfen, Belastungen während der Behandlung besser zu überstehen.
Die Idee des Projekts ist einfach erklärt: Wenn dieser zelluläre Schutzmechanismus geschwächt wird, könnten Osteosarkomzellen anfälliger für die Wirkung bewährter Chemotherapeutika werden. Ziel ist nicht, die heutige Standardtherapie sofort zu ersetzen, sondern zu prüfen, ob bestehende Medikamente durch eine gezielte Kombination wirksamer eingesetzt werden könnten.
Ein wichtiger erster Schritt im Labor
Das Forschungsteam testet diesen Ansatz zunächst in etablierten Osteosarkom-Zellmodellen. Dabei wird untersucht, wie Tumorzellen reagieren, wenn ein BUB1-Hemmstoff mit häufig eingesetzten Chemotherapeutika der Erstlinienbehandlung kombiniert wird. Entscheidend ist, ob die Chemotherapie durch diese Kombination stärker wirkt und ob sich dieser Effekt in mehreren Modellen zuverlässig wiederholen lässt.
Solche frühen Laborstudien sind ein wichtiger Schritt in der Kinderkrebsforschung. Bevor neue Therapieideen weiterentwickelt werden können, müssen sie sorgfältig und kontrolliert geprüft werden. Positive Ergebnisse könnten die Grundlage für weiterführende Studien in patientennäheren Modellen schaffen. Auch ein negatives Ergebnis wäre wertvoll, weil es hilft, weniger aussichtsreiche Ansätze frühzeitig zu stoppen und Ressourcen gezielt einzusetzen.

Unsere Unterstützung
Wir unterstützen dieses Forschungsprojekt mit 50`000 CHF im Jahr 2026, weil neue wissenschaftliche Erkenntnisse entscheidend sind, um die Behandlung von Kindern mit Osteosarkom kontinuierlich zu verbessern. Jeder Fortschritt bringt die Hoffnung auf wirksamere Therapien und bessere Heilungschancen.
Projektpartner ist das Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB, Prof. Dr. med. Andreas H. Krieg
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