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Schlagwortarchiv für: Kinderonkologie

Neuroblastom Organoid (Minitumor)

Neuroblastom Forschung eröffnet neue Therapieansätze

29. Juni 2026

Neue Ansätze gegen Therapieresistenzen

Die Neuroblastom Forschung sucht nach neuen Wegen, um die Behandlung von Kindern mit einem Hochrisiko-Neuroblastom zu verbessern. Forschende untersuchen dabei das Protein PAQR4, das beeinflussen könnte, wie gut Tumorzellen auf eine Chemotherapie ansprechen.

Das Neuroblastom ist ein bösartiger Kindertumor. Obwohl sich die Behandlung in den vergangenen Jahren verbessert hat, sind die Heilungschancen bei besonders aggressiven Formen der Erkrankung noch immer begrenzt. Ein Grund dafür ist, dass sich die Krebszellen verändern und dadurch weniger gut auf die Therapie ansprechen.

Ein neuer Angriffspunkt

Forschende haben ein Protein namens PAQR4 entdeckt, das bei dieser Veränderung der Tumorzellen eine wichtige Rolle spielt. Erste Ergebnisse zeigen, wird die Wirkung von PAQR4 verringert, wechseln die Krebszellen in einen Zustand, in dem sie deutlich besser auf eine Chemotherapie ansprechen.

Damit könnten bestehende Behandlungen wirksamer werden und das Risiko von Rückfällen langfristig sinken.

Forschung für bessere Therapien

Im nächsten Schritt untersuchen die Forschenden diese Zusammenhänge an speziellen Tumormodellen im Labor. Ziel ist es, die Ergebnisse zu bestätigen und damit die Grundlage für neue, gezieltere Behandlungsmöglichkeiten für Kinder mit Hochrisiko-Neuroblastom zu schaffen.

 

Neuroblastom Organoid (Minitumor)

Neuroblastom Organoid (Minitumor)

Unsere Unterstützung

Wir unterstützen dieses Forschungsprojekt mit 82`000 CHF  im Jahr 2026, weil es einen vielversprechenden Ansatz verfolgt, bestehende Therapien gezielt zu verbessern. Langfristig könnte dies dazu beitragen, die Heilungschancen von Kindern mit Neuroblastom zu erhöhen und gleichzeitig die Belastung durch intensive Behandlungen zu verringern.

Projektpartner ist das Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB, Prof. Dr. med. Stephanie J. Gros

 

Frau Prof. Dr. med. Stephanie Gros

Frau Prof. Dr. med. Stephanie Gros, Leitende Ärztin Kinderchirurgie

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2026/06/Fotogalerie-Beitrag-495-×-400-px-14.png 400 495 Maryam Kuner https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Maryam Kuner2026-06-29 12:42:092026-06-29 12:42:40Neuroblastom Forschung eröffnet neue Therapieansätze
Sicherere Medikamententherapien nach Stammzelltransplantation

Sicherere Medikamententherapien nach Stammzelltransplantation

29. Juni 2026

Infektionen nach Stammzelltransplantation gezielt vorbeugen

Kinder mit Blutkrebs benötigen oft eine Stammzelltransplantation, um geheilt werden zu können. Diese Therapie rettet Leben – sie schwächt jedoch das Immunsystem erheblich. Gerade in den Wochen danach besteht ein besonders hohes Risiko für gefährliche Infektionen, unter anderem durch das Zytomegalovirus (ZMV). Erwachsene erhalten zur Vorbeugung bereits erfolgreich das Medikament Letermovir. Bei Kindern ist der Einsatz jedoch noch kaum erforscht.

Wie wirkt Letermovir bei Kindern?

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie Letermovir bei Kindern aufgenommen, verarbeitet und ausgeschieden wird. Dabei vergleichen die Forschenden die Werte mit jenen von Erwachsenen und berücksichtigen den Gesundheitszustand sowie weitere Medikamente, die das Kind erhält. Ziel ist es, eine sichere und wirksame Dosierung für Kinder nach einer Stammzelltransplantation zu finden. So lassen sich ZMV-Infektionen gezielter verhindern – und gleichzeitig unnötige Nebenwirkungen vermeiden.

Nächster Schritt der Forschung: Personalisierte Medikamentendosierung

Die Erkenntnisse aus der Letermovir-Studie bilden die Grundlage für den nächsten Forschungsschritt. Nun untersuchen die Forschenden, ob körpereigene Stoffwechselmarker dabei helfen können, Medikamente nach einer Stammzelltransplantation noch präziser auf die individuelle Situation von Kindern und Jugendlichen abzustimmen.

Da nach einer Stammzelltransplantation häufig mehrere Medikamente gleichzeitig eingesetzt werden und sich deren Wirkung gegenseitig beeinflussen kann, ist die richtige Dosierung besonders anspruchsvoll. Ziel des Projekts ist es, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und die Medikamententherapie künftig noch sicherer und wirksamer zu gestalten.

Forschung für mehr Sicherheit

Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, Über- oder Unterdosierungen zu vermeiden, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Behandlung individuell an die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes anzupassen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer personalisierten und sicheren Therapie nach einer Stammzelltransplantation.

Sicherere Medikamententherapien nach Stammzelltransplantation

Unsere Unterstützung

Wir haben dieses Forschungsprojekt in Phase 1 im Jahr 2024 mit CHF 50’000 unterstützt und Phase 2 im Jahr 2026 mit 49’300, weil es die medizinische Versorgung für schwer kranke Kinder verbessert.

Projektpartner: Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB), Dr. med. Tamara Diesch-Furlanetto, Dr. Verena Gotta

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2026/06/Fotogalerie-Beitrag-495-×-400-px-16.png 400 495 Julia_Lehmann https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Julia_Lehmann2026-06-29 09:00:242026-07-09 07:58:17Sicherere Medikamententherapien nach Stammzelltransplantation
SPOG Kinderkrebsforschung

SPOG – Kinderonkologie Forschung Basel

29. Juni 2026

SPOG Kinderonkologie Forschung Basel – Unsere Unterstützung

Die Kinderonkologie Forschung in Basel ist ein zentrales Anliegen unserer Stiftung. Auch im Jahr 2026 fördern wir mit 100’000 Franken das klinische Forschungsprogramm der Schweizerischen Pädiatrischen Onkologie Gruppe (SPOG) – gezielt für Studien mit Bezug zur Region Basel. Warum ist das wichtig? Weil es noch immer Kinder gibt, die ihren Krebs nicht überleben. Und weil die, die geheilt werden, oft mit schweren Spätfolgen leben müssen. Hier setzt gezielte Forschung an.

Warum Kinderkrebsforschung anders ist

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – auch medizinisch nicht. Die meisten Krebsarten bei Kindern unterscheiden sich von denen bei Erwachsenen. Deshalb können Erkenntnisse aus der Erwachsenenkrebsmedizin nicht einfach übertragen werden. Die Kinderonkologie Forschung untersucht Ursachen, entwickelt neue Therapien und verbessert die Nachsorge. Doch: Krebs bei Kindern ist selten. Das bedeutet, dass internationale Studien mit vielen Teilnehmenden nötig sind, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten – und diese sind teuer.

Weitere Informationen zur Kinderkrebsforschung findest du in unserem Überblick.

SPOG – Einzigartiges Forschungsnetzwerk in der Schweiz

Die SPOG ist die einzige Organisation in der Schweiz mit einem landesweiten Studiennetzwerk für Kinderkrebs. Sie koordiniert klinische Studien, bei denen krebskranke Kinder Zugang zu modernen, evidenzbasierten Therapien erhalten – auch in Basel. Unsere Förderung darf ausschliesslich für Projekte verwendet werden, die einen konkreten Bezug zur Region Basel haben. Für die betroffenen Familien vor Ort ist das ein entscheidender Mehrwert.

Was 2025 erreicht wurde

Dank der Förderung im Jahr 2025 konnte die SPOG wichtige Fortschritte erzielen:

  • CHIP-AML22, eine neue klinische Studie, wurde gestartet
  • Zwei Forschungsprojekte wurden eröffnet – ALL-BFM-Register und SoTiSaR 2.0-NIS
  • Sechs weitere Studien wurden von der SPOG-Mitgliederversammlung bewilligt
  • 22 Kinder und Jugendliche aus der Region Basel nahmen 2025 an SPOG-Studien teil

Unser Engagement für die Kinderonkologie Forschung Basel

Mit der Unterstützung der Kinderonkologie Forschung Basel tragen wir dazu bei, dass Kinder mit Krebs bessere Heilungschancen haben – mit weniger Nebenwirkungen und einer höheren Lebensqualität. Denn jedes Kind verdient die beste medizinische Zukunft.

Projektpartner: Prof. Dr. med. Katrin Scheinemann, Präsidentin der SPOG

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2026/06/SPOG.jpg 400 744 Info https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Info2026-06-29 06:00:062026-07-01 10:50:24SPOG – Kinderonkologie Forschung Basel
Osteosarkom

Osteosarkom Forschung – Krebszellen gezielt schwächen

28. Juni 2026

Wenn bestehende Therapien nicht ausreichen

Trotz grosser Fortschritte in der Kinderonkologie bleiben die Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Osteosarkom begrenzt, wenn die Standardtherapie nicht ausreichend wirkt. Das Osteosarkom ist einer der häufigsten bösartigen Knochentumoren im Kindes- und Jugendalter. Die Behandlung besteht meist aus Operation und Chemotherapie. Viele Patient:innen profitieren davon, doch bei einem Teil der Kinder spricht der Tumor nur ungenügend auf die Chemotherapie an oder kehrt nach der Behandlung zurück. In solchen Situationen braucht es neue Forschungsansätze.

Krebszellen empfindlicher machen

Dieses Forschungsprojekt untersucht, ob Osteosarkomzellen gezielt empfindlicher auf bereits bestehende Chemotherapien gemacht werden können. Im Mittelpunkt steht dabei ein Molekül mit dem Namen BUB1. BUB1 spielt eine Rolle bei der Kontrolle der Zellteilung und kann Krebszellen helfen, Belastungen während der Behandlung besser zu überstehen.

Die Idee des Projekts ist einfach erklärt: Wenn dieser zelluläre Schutzmechanismus geschwächt wird, könnten Osteosarkomzellen anfälliger für die Wirkung bewährter Chemotherapeutika werden. Ziel ist nicht, die heutige Standardtherapie sofort zu ersetzen, sondern zu prüfen, ob bestehende Medikamente durch eine gezielte Kombination wirksamer eingesetzt werden könnten.

Ein wichtiger erster Schritt im Labor

Das Forschungsteam testet diesen Ansatz zunächst in etablierten Osteosarkom-Zellmodellen. Dabei wird untersucht, wie Tumorzellen reagieren, wenn ein BUB1-Hemmstoff mit häufig eingesetzten Chemotherapeutika der Erstlinienbehandlung kombiniert wird. Entscheidend ist, ob die Chemotherapie durch diese Kombination stärker wirkt und ob sich dieser Effekt in mehreren Modellen zuverlässig wiederholen lässt.

Solche frühen Laborstudien sind ein wichtiger Schritt in der Kinderkrebsforschung. Bevor neue Therapieideen weiterentwickelt werden können, müssen sie sorgfältig und kontrolliert geprüft werden. Positive Ergebnisse könnten die Grundlage für weiterführende Studien in patientennäheren Modellen schaffen. Auch ein negatives Ergebnis wäre wertvoll, weil es hilft, weniger aussichtsreiche Ansätze frühzeitig zu stoppen und Ressourcen gezielt einzusetzen.

Osteosarkom bei Kindern: Chemotherapie wirksamer machen

Unsere Unterstützung

Wir unterstützen dieses Forschungsprojekt mit 50`000 CHF  im Jahr 2026, weil neue wissenschaftliche Erkenntnisse entscheidend sind, um die Behandlung von Kindern mit Osteosarkom kontinuierlich zu verbessern. Jeder Fortschritt bringt die Hoffnung auf wirksamere Therapien und bessere Heilungschancen.

Projektpartner ist das Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB, Prof. Dr. med. Andreas H. Krieg

 

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2026/06/Fotogalerie-Beitrag-495-×-400-px-17.png 400 495 Maryam Kuner https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Maryam Kuner2026-06-28 08:37:372026-07-09 07:37:56Osteosarkom Forschung – Krebszellen gezielt schwächen
Langzeitfolgen Spätfolgen Survivors Nachsorge

Früherkennung von Spätfolgen

28. Juni 2026

Langzeitfolgen Kinderkrebs – gezielte Forschung für eine bessere Zukunft

Die Erforschung der Langzeitfolgen bei Kinderkrebs ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Deshalb unterstützen wir im Jahr 2026 die Swiss Childhood Cancer Survivor Study (SCCSS) mit einer Förderung von CHF 100’000. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich eine überstandene Krebserkrankung im Kindesalter langfristig auf die Gesundheit und Lebensqualität auswirkt – körperlich, psychisch und sozial. Das Ziel: Die Lebensqualität von Survivors verbessern und die Nachsorge individuell anpassen.

Warum diese Forschung wichtig ist – auch für Basel

Rund 80 % der Kinder, die in der Schweiz an Krebs erkranken, können heute geheilt werden. Doch viele von ihnen kämpfen Jahre später mit Spätfolgen der Therapie. Die SCCSS begleitet seit 2007 über 3’700 ehemalige Patient:innen, darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche aus der Region Basel. Durch die enge Anbindung an das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) und die Beteiligung von Basler Ärzt:innen werden Erkenntnisse direkt in den klinischen Alltag übernommen.

Was die SCCSS leistet

Die SCCSS erhebt Daten zur Gesundheit, Lebensqualität und sozialen Situation von Survivors – und bereitet diese wissenschaftlich wie auch laienverständlich auf. Ihre Infrastruktur ermöglicht:

  • Langzeitdaten für Forschung und Klinik
  • Früherkennung von Spätfolgen
  • Unterstützung nationaler und internationaler Studien
  • Hilfe für Betroffene, ihre Familien und medizinisches Fachpersonal

Basel als Standort stärken – nachhaltig und vernetzt

Mit unserer Förderung tragen wir dazu bei, dass Basel ein bedeutender Standort für Kinderkrebsforschung mit Langzeitwirkung bleibt. Die klinische Leitung durch Prof. Dr. med. Nicolas von der Weid (UKBB) und künftig Dr. med. Christina Schindera zeigt die starke regionale Verankerung. Auch Forschende des UKBB greifen auf die SCCSS-Daten zurück – z. B. für Studien zur Fruchtbarkeit oder Nachsorge am Herzen.

Ihre Hilfe wirkt – Spenden für nachhaltige Forschung

Die SCCSS ist ein zentrales Projekt, das langfristig die Betreuung und das Leben ehemals krebskranker Kinder verbessern will – auch in unserer Region. Sie können mit Ihrer  zweckgebundenen Spende gezielt Kinderkrebs-Forschung in Basel unterstützen. Jede Spende stärkt die Forschung und gibt betroffenen Familien Hoffnung auf eine gesunde Zukunft.

Projektpartner: Forschungsgruppe Kinderkrebs Swiss Childhood Cancer Survivor Study (SCCSS)

https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2023/03/SCCSS-Logo.jpg 321 845 Julia_Lehmann https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Julia_Lehmann2026-06-28 06:40:512026-06-29 11:55:47Früherkennung von Spätfolgen

Nebennieren Insuffizienz bei Leukämie: der vermeidbare Mangel an Stresshormonen

25. Juni 2026

Cortison in der Krebstherapie – Lebenswichtig, aber nicht ohne Risiko

Cortison ist ein fester Bestandteil der Behandlung bestimmter Leukämie-Erkrankungen bei Kindern. Es hilft, Krebszellen effektiv zu zerstören – kann aber gleichzeitig die körpereigene Produktion von lebenswichtigen Stresshormonen wie Cortisol unterdrücken. Das kann zu einer sogenannten Nebenniereninsuffizienz führen – ein Zustand, der für betroffene Kinder gefährlich werden kann, weil der Körper nicht mehr ausreichend auf Belastungen wie Infektionen reagieren kann.

Ziel: Risiken besser erkennen, Leiden verhindern

Das Forschungsprojekt, das wir 2024 mit 84’168 CHF unterstützt haben, untersucht, welche Kinder besonders gefährdet sind und wann genau die körpereigene Hormonproduktion beeinträchtigt ist. Denn die Symptome einer Nebenniereninsuffizienz lassen sich bei Kindern in Krebstherapie nur schwer von den Nebenwirkungen der Chemotherapie unterscheiden – und werden deshalb oft übersehen. Wenn es gelingt, die Risikofaktoren besser zu identifizieren, kann ein Mangel frühzeitig erkannt und gezielt mit Hormonersatz behandelt werden. Das erspart den Kindern unnötiges Leiden – und kann Komplikationen verhindern.

Ein Schritt in Richtung sicherere Therapien

Bereits fünf Familien haben sich 2024 bereit erklärt, an der Studie teilzunehmen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Wissen über die Nebenwirkungen von Cortison und helfen, die Therapiesicherheit bei krebskranken Kindern nachhaltig zu verbessern.

Die Forschung geht 2026 weiter

Dank der erfolgreichen Vorläuferstudie kann das Projekt nun in die nächste Phase starten. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, wie wichtig eine zuverlässige Überwachung der Nebennierenfunktion nach einer Cortison-Behandlung ist. Nun soll dieses Wissen direkt in den klinischen Alltag übertragen werden.

Weniger Belastung – mehr Sicherheit

In der neuen Studie werden rund 50 Kinder und Jugendliche in der Region Basel begleitet. Statt aufwendiger Spezialtests nutzen die Forschenden ausschliesslich bereits vorhandene Blutproben aus der regulären Behandlung. So kann der Cortisolspiegel gemessen werden, ohne dass zusätzliche Blutentnahmen oder Untersuchungen notwendig sind.

Ziel ist es, einen Cortisolmangel frühzeitig zu erkennen und Kinder gezielt zu behandeln. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass Kinder unnötig Cortison erhalten, wenn keine Nebennierenunterfunktion besteht.

Forschung mit direktem Nutzen

Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich die Nebennierenfunktion nach einer Krebsbehandlung entwickelt. Langfristig sollen Ärztinnen und Ärzte die Behandlung noch individueller anpassen können. Das erhöht die Sicherheit, reduziert Belastungen für die betroffenen Kinder und verbessert die medizinische Versorgung nachhaltig.

Unsere Unterstützung

Wir fördern dieses Projekt auch im Jahr 2026 mit 19’760 CHF, weil es betroffenen Kindern nicht nur langfristig, sondern auch ganz konkret während der Behandlung helfen kann – durch bessere Vorbeugung, gezielte Überwachung und schnelle Hilfe im Fall eines Hormonmangels.

Projektpartner: Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB), Pascal Gächter, Arzt Pädiatrie

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2024/08/Gaechter-Nebenniereninsuffizienz.jpg 471 753 Julia_Lehmann https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Julia_Lehmann2026-06-25 12:25:282026-06-30 08:08:17Nebennieren Insuffizienz bei Leukämie: der vermeidbare Mangel an Stresshormonen
Palliative Care Kinder, Basel, Pädiatrie

Pädiatrische Palliative Care am UKBB

12. März 2026

Kinderkrebs ist schweizweit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Leider bedeutet das, dass auch am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) jedes Jahr Kinder an ihrer Erkrankung versterben. In dieser extrem belastenden Phase brauchen Familien eine einfühlsame, medizinisch kompetente und psychologisch begleitete Unterstützung.

Seit 2019 unterstützt unsere Stiftung das Angebot der pädiatrischen Palliative Care am UKBB, das Kindern und ihren Familien in der letzten Lebensphase umfassende Hilfe bietet – individuell abgestimmt und flexibel gestaltet.

Begleitung, wo das Kind sich am wohlsten fühlt

Ob im vertrauten Spitalumfeld oder zu Hause: Die Palliative Care am UKBB ermöglicht eine Betreuung dort, wo sich das Kind geborgen fühlt. Ein erfahrenes, multidisziplinäres Team aus Pflege, Medizin und Psychologie steht den Familien zur Seite – stationär, ambulant oder teilstationär.

Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, ist über ein Beratungstelefon direkte Hilfe erreichbar – bei akuten Fragen, Sorgen oder Unsicherheiten.

Fachkompetenz auf höchstem Niveau

Im Jahr 2025 hat sich das Team weiter professionalisiert:

  • Zwei durch unsere Stiftung finanzierte Pflegefachpersonen der Onkologie schlossen ihre Weiterbildung in pädiatrischer Palliative Care erfolgreich ab.
  • Dr. med. Kathrin Hauri, die ärztliche Leitung, absolvierte die Schwerpunktprüfung für Palliativmedizin – sie gehört nun zu den wenigen offiziellen Schwerpunktexpert:innen in der Schweiz im Bereich der kindlichen Palliative Care.
  • Durch erlangte Zertifizierungen und der neuen Schwerpunktträgerin können nun auch junge Mediziner:innen im UKBB in Palliative Care ausgebildet werden. Dadurch soll in 2026 ein neuer Arzt angestellt und ausgebildet werden.

Diese hohe Fachkompetenz stellt sicher, dass Kinder und Familien in schwersten Momenten bestmöglich begleitet werden und langfristig gesichert ist.

Ganzheitliche Betreuung 

2025 betreute das Palliative Care Team rund 100 Kinder und Jugendliche, einige davon in ihrer letzten Lebensphase. Die Hälfte der verstorbenen Kinder litt an einer onkologischen Erkrankung.

Das Team unterstützt auch niedergelassene Kinderärzt:innen und die Kinderspitex, um die häusliche Versorgung schwerkranker Kinder bestmöglich zu gestalten. Durch die enge Abstimmung mit dem UKBB werden Wiedereintritte oder Austritte von einem vertrauten Team begleitet – und damit spürbar erleichtert.

Unsere Unterstützung für diese wertvolle Arbeit

Auch im Jahr 2026 leisten wir mit unserer Förderung in Höhe von CHF 72’000 einen konkreten Beitrag dazu, dass Kinder mit einer unheilbaren Krankheit liebevoll begleitet und ihre Familien umfassend entlastet werden.

Denn in der schwersten Zeit zählt vor allem eines: Würde, Nähe und Geborgenheit.

Projektpartner für diesen Bereich ist das Universitäts-Kinderspital beider Basel, Prof. Dr. med. Urs Frey / Dr. med. Kathrin Hauri Ärztlicher Direktor UKBB / Leitung Palliative Care Team UKBB.

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https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2023/03/Palliative-Care-fuer-Kinder.jpg 471 753 Julia_Lehmann https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Julia_Lehmann2026-03-12 04:35:582026-03-23 14:45:22Pädiatrische Palliative Care am UKBB

Mehr Unterstützung bei chronischen Schmerzen

5. Februar 2026

Kinder und Jugendliche mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen sind immer wieder Schmerzen ausgesetzt – wegen der Krankheit, aber auch infolge von Interventionen. Weil diese kurzfristigen Schmerzen immer wieder auftreten, können sie chronisch werden. Schon die Furcht davor kann die Lebensqualität beeinträchtigen.

Mit dem Projekt soll die Versorgungslücke der Betreuung und Begleitung der onkologischen und hämatologischen Kinder und Jugendlichen mit wiederkehrenden Schmerzen geschlossen werden.

Den chronischen Schmerzen in der pädiatrischen Onkologie soll im UKBB mehr Beachtung geschenkt werden. Dafür wurde die Pflegeexpertin Diana Glöckl als Advanced Practice Nurse (APN) im UKBB implementiert. In einem Gespräch erfasst die APN die Schmerzsituation. Dabei erfragt sie durch gezielte Fragestellungen die Situation sowie die Auswirkungen und die Belastung der Schmerzen auf den Alltag. Wenn sich laut Definition chronische Schmerzen zeigen, bietet die APN Schmerzedukationen und Schmerzberatungen an.

Die Schmerzedukationen haben einen zeitlichen Rahmen von 60-90 Minuten. Diese Dauer wird individuell an die Konzentration und die Bedürfnisse der Patient:innen angepasst.

Erste positive Rückmeldungen zur APN Schmerzberatung

In dem Projekt werden aktuell erste Erfahrungen systematisch ausgewertet. Ziel ist es, die Wirkung der Schmerzberatung direkt aus Sicht der Patient:innen zu erfassen.

Die Evaluation erfolgt über Fragebögen, die nach Abschluss der Beratung ausgefüllt werden. Bereits jetzt zeigt sich ein klares Bild, die Rückmeldungen sind durchgehend sehr positiv und unterstreichen den grossen Nutzen des Angebots. Die gemeinsam entwickelten Strategien sind nach Aussagen der Betroffenen gut umsetzbar, und sie erleben einen deutlich positiven Einfluss auf die Schmerzstärke. Auch die Rückmeldungen der Eltern sind durchweg erfreulich. Diese berichten unter anderem, dass sie ihre Kinder wieder fröhlicher und aktiver erleben.

Persönliche Begleitung macht den Unterschied

Die bisherigen Rückmeldungen zeigen deutlich, wie wichtig die persönliche und vertrauensvolle Begleitung für die Patient:innen ist.

Viele berichten, dass es ihnen besonders geholfen hat, offen über ihre Schmerzen sprechen zu können und dabei ernst genommen zu werden. Auch die Möglichkeit, mit einer unabhängigen Fachperson zu sprechen, wird als entlastend erlebt.

„Es ist sehr gut darüber zu reden und dass man auch einfach zuhört.“
„Danke, dass Sie mich ernst genommen haben.“

Diese Aussagen zeigen, die zwischenmenschliche Beziehung ist ein zentraler Bestandteil der Schmerzbewältigung.

Individuelle Strategien im Umgang mit wiederkehrenden Schmerzen

Neben der persönlichen Begleitung wird auch der inhaltliche Aufbau der Beratung positiv hervorgehoben. Gemeinsam mit der APN werden individuelle Strategien entwickelt, um besser mit den Schmerzen umzugehen.

Die Patient:innen schätzen besonders, dass:

  • auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingegangen wird
  • verschiedene Themen flexibel besprochen werden können
  • konkrete Ansätze zur Bewältigung erarbeitet werden

Diese individuelle Herangehensweise hilft dabei, den Umgang mit chronischen Schmerzen im Alltag nachhaltig zu verbessern.

Klare Wirkung und hoher Bedarf

Alle bisherigen Rückmeldungen zeigen: Die APN Schmerzberatung wird als sehr hilfreich und notwendig empfunden.

Die Patient:innen erleben die Unterstützung als wichtige Begleitung auf ihrem Weg mit den wiederkehrende Schmerzen und betonen, wie wertvoll es ist, nicht alleine zu sein.

Unsere Unterstützung

Wir freuen uns, das wir im Jahr 2025 das Projekt finanziell unterstützen konnten, damit sich die Lebensqualität der Kinder und ihrer Familien verbessert.

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Pflegedienstleitung Caroline Stade, Diana Glöckl, Prof. Dr. med. Nicolas von der Weid und Dr. med. Andreas Wörner (v. li.)

Unser Projektpartner ist Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB), Diana Glöckl, Pflegeexpertin MScN in der hämato-/onkologischen Abteilung (Station C)

 

https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2023/03/APN-Chronic-Pain-Vogt.jpg 321 845 Info https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Info2026-02-05 13:13:262026-04-01 09:54:28Mehr Unterstützung bei chronischen Schmerzen

WeCanDays 2025

5. Februar 2026

WeCanDays – Energie tanken für Kinderkrebs-Survivors

Die WeCanDays 2025 von Kinderkrebs Schweiz haben Survivors ab 18 Jahren ein Wochenende voller sportlicher Aktivitäten, Workshops und Austauschmöglichkeiten geboten – im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums unter dem Motto «Gemeinsam das Leben feiern». Die 20 Teilnehmenden verbrachten vier Tage im Parkhotel am Thunersee. Dank der bilingualen Durchführung konnten auch Survivors aus der Romandie teilnehmen. Neben Mitarbeitenden von Kinderkrebs Schweiz war eine Psychoonkologin vor Ort, die während des gesamten Wochenendes für Fragen und Gespräche zur Verfügung stand. Das flexible Programm ermöglichte allen Teilnehmenden, unabhängig von ihrer gesundheitlichen oder psychischen Verfassung, aktiv mitzuwirken und individuell zu profitieren.

Ein Wochenende für Austausch, Stärkung und neue Perspektiven

Im Fokus stehen:

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Raum und Zeit für emotionalen Austausch
  • Auseinandersetzung mit Spätfolgen und alltagstauglichen Strategien zur Bewältigung
  • Förderung eines gesunden Lebensstils

Fachpersonen aus Medizin, Psychoonkologie und der Survivors-Fachstelle begleiten das Wochenende mit Inputs zu relevanten Nachsorge-Themen – von Spätfolgen bis zur psychosozialen Stabilisierung.

Mehr Lebensqualität und Resilienz

Mit 20 Anmeldungen von Kinderkrebs-Survivors, bot das Wochenende Raum für generationsübergreifenden Austausch (Alter 22–60 Jahre) und ermöglichte den Survivors eine wertvolle Auszeit vom Alltag.

Workshops, sportliche Aktivitäten und fachlich begleitete Gespräche förderten Erholung, Austausch, Selbstreflexion sowie den Umgang mit Spätfolgen, mentaler Gesundheit und Selbstwirksamkeit. Speziell auf Survivors zugeschnittene Aktivitäten stärkten Selbstbewusstsein und Motivation für eine selbstverantwortliche, gesundheitsbewusste Lebensgestaltung. Insgesamt trugen die WeCanDays dazu bei, Lebensqualität, Resilienz und Zuversicht der Teilnehmenden nachhaltig zu fördern.

Wertvolle Erfahrungen mit Wirkung

Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg sehr positiv. Besonders geschätzt wurden die Workshops, der Austausch untereinander sowie die Präsenz der Psychoonkologin. Auch die ausgewogene Balance zwischen aktiven Programmpunkten und Pausen kam sehr gut an.

„Wir hatten schöne Tage in Gunten, die gutgetan haben. Ich bin sehr dankbar für diese Auszeit in dem Thema sein darf, was sonst nie so richtig Thema sein durfte und sein sollte.“

Unsere Unterstützung

Wir freuen uns, dass wir dieses wertvolle Projekt von Kinderkrebs Schweiz auch im Jahr 2025 mit CHF 2’000 unterstützen konnten.

Projektpartner ist Kinderkrebs Schweiz

 

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Kinderkrebsforschung Pädiatrische Onkologie Kinderkrebs Forschung

Kinderkrebsforschung: Frist bis 31. März 2026

25. Januar 2026

Wir finanzieren qualitativ hochstehende Kinderkrebsforschungsprojekte lokal, effizient und zukunftsweisend. Denn Forschung bringt mehr Heilung mit weniger Spätfolgen. 

Um von der Stiftung für krebskranke Kinder, Regio Basiliensis eine finanzielle Forschungsförderung zu erhalten, muss ein wissenschaftliches Gesuch eingereicht werden. Das Forschungsgesuch muss einen eindeutigen Bezug zur pädiatrischen Onkologie haben. Die Anträge können Gebiete aus grundlagenwissenschaftlichen Projekten (exklusive tierexperimentelle Forschung), translationalen Projekte, klinische Forschung, molekulare Mechanismen, Pathologie, Pathophysiologie, Diagnose, Behandlung und Epidemiologie umfassen. Forschungsprojekte evaluiert die wissenschaftliche Kommission unserer Stiftung gegebenenfalls unter Beizug von weiteren externen Expertinnen und Experten. Projekte werden in der Grössenordnung von CHF 10’000.- bis CHF 100’000.- über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren unterstützt. Die Auszahlung erfolgt in der Regel in einer Tranche im Jahr der Gesuchstellung. Reisen, Kongresse, Overheadkosten und Kosten für Publikationen werden nicht unterstützt.

Für die Einreichung beachten Sie bitte unser Reglement Forschungsantrag. Gesuche für 2026 können ab sofort bis zum 31. März 2026 eingereicht werden. Digital per Mail an info@stiftung-kinderkrebs.ch

Reglement Forschungsantrag (PDF)

 

https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2023/12/Kinderkrebsforschung-Paediatrische-Onkologie.jpg 471 753 Julia_Lehmann https://www.stiftung-kinderkrebs.ch/wp-content/uploads/2019/06/Stiftung-Kinderkrebs-Basel-Logo_600-300x71.png Julia_Lehmann2026-01-25 09:07:372026-02-02 08:00:50Kinderkrebsforschung: Frist bis 31. März 2026
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Stiftung für krebskranke Kinder,
Regio Basiliensis
Hutgasse 4
4001 Basel

Telefon: +41 61 683 51 55
E-Mail: info@stiftung-kinderkrebs.ch

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