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Zusammen gehen und verstehen, krebskranke Eltern, Familienbetreuung

Zusammen gehen und verstehen

Das Projekt „Zusammen gehen und verstehen – Ein Angebot, damit Kinder psychisch gesund bleiben, wenn Familienmitglieder körperlich schwer erkranken“ verfolgt vor allem ein präventives Ziel. Es soll ein Angebot aufgebaut werden, das uns erlaubt, auch vor dem Hintergrund eines präventiven Ansatzes, frühzeitig mit den betroffenen Familien in Kontakt zu kommen. Davon versprechen wir uns, dass schwerere Störungsbilder durch Aufklärungsarbeit und Etablierung von gesunden Kommunikationsformen in der Familie verhindert oder zumindest reduziert werden können. Sollten sich kinder- und jugendpsychiatrische Krankheitsbilder entwickeln, werden diese erkannt und können rasch behandelt werden. Das Projekt wurde 2023 mit rund 34’000 Franken finanziert.

Wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt, trifft dies die ganze Familie und das nähere Umfeld. Kinder sind dabei besonderen Belastungen ausgesetzt. Auf die Mitteilung einer Krebs-Diagnose bei der Mutter, dem Vater und dem Geschwisterkind reagieren sie, je nach Alter, sehr unterschiedlich. Es kann passieren, dass sie unbegründete Schuldgefühle entwickeln, beginnen mehr Verantwortung zu übernehmen, als sie sollten (Parentifizierung), in kleinkindliche Verhaltensmuster zurückfallen (Regression), starke Ängste entwickeln oder scheinbar völlig unbeeindruckt bleiben. In jedem Fall stellt die Diagnose eine erhebliche psychische Belastung für die Kinder und die gesamte Familie dar. Wir wollen ein Angebot schaffen, das Familien dabei unterstützt, einen offenen, kindergerechten Austausch über die Krebsdiagnose und deren Folgen zu finden – damit aus psychischer Belastung nicht psychische Störung wird, bzw. damit psychische Störungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Orientieren werden wir uns dabei am COSIP-Beratungskonzept, das einen strukturellen Rahmen bietet und am Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) bereits etabliert ist.

Prof. Dr. med. Alain Di Gallo, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche Basel unterstreicht die Wichtigkeit des Projektes mit den Worten «Dank der Förderung der Stiftung kann mit diesem Projekt eine wichtige Betreuungslücke in Basel geschlossen werden.»

Mehr zur Entwicklung und Nutzen des Projekts erfahren Sie im Projektbericht 2023.

Projektpartner ist die Klinik für Kinder und Jugendliche der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPKKJ), Ansprechpartner ist Prof. Dr. med. Alain Di Gallo, Klinikdirektor und die Krebsliga beider Basel

 

 

 

Gleichberechtigte Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente für krebskranke Kinder werden nicht immer automatisch von den Krankenkassen übernommen. Manche Eltern müssen darum kämpfen, dass die Behandlungskosten für ihr Kind bezahlt werden.

Zur Angst um das Kind, kommt die Sorge, alleine für die Heilungskosten aufkommen zu müssen. Gleichberechtigte Behandlungsmöglichkeiten für alle Kinderkrebs-Patienten ist ein Thema, das uns und unserem Dachverband Kinderkrebs Schweiz besonders am Herzen liegt und für die er sich in den letzten Monaten auf politischer Ebene stark engagiert hat.

Aktuell berichten einige lokale Zeitungen über dieses Thema. Wir sind sehr dankbar, dass die Problematik öffentlich diskutiert wird. Damit alle an Krebs erkrankten Kinder und Jugendliche in der Schweiz die gleichen Rechte und Heilungschancen haben, muss die Finanzierung der notwendigen Medikamente gesichert werden.

Unser Dachverband Kinderkrebs Schweiz setzt sich im Auftrag von uns Mitgliedsorganisationen für die Lösung der Problematik ein. Wichtige Meilensteine in diesem Engagement:

  • Einreichen eines Postulats, in dem der Bundesrat aufgefordert wurde, die Situation der Kostenerstattung dieser Medikamente zu prüfen, um Fälle von Ungleichbehandlung in Zukunft zu vermeiden.
  • Organisation eines Workshops im Bundeshaus mit Nationalratspräsidentin Marina Carobbio und Pierluigi Brazzola (Kinderonkologe), Erarbeitung erster Lösungsansätze.
  • Teilnahme an der jährlichen Gesundheitstagung der SP Fraktionen im Bundeshaus, Sensibilisierung über die Situation der Betroffenen und Präsentation der Ergebnisse des Workshop.